SIEM-Systeme

Warum es jedes Unternehmen hat – und haben sollte

Ich bin darauf spezialisiert, Security Information and Event Management (SIEM) speziell für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nutzbar zu machen. In meinem Bachelorprojekt habe ich eine praxisnahe SIEM-Architektur für KMU entworfen, umfassend evaluiert und mit der Bestnote 1,0 abgeschlossen.Viele SIEM-Lösungen sind ursprünglich für große Konzerne gedacht: teure Lizenzen, aufwendige Integrationen, komplexe Dashboards und ein hoher Betriebsaufwand. Für KMU wirkt das schnell zu teuer, zu kompliziert und wie eine klassische Enterprise-Lösung.
SIEM-Systeme

Was ein SIEM-System ist – und warum es heute unverzichtbar ist

In modernen Unternehmen entstehen sicherheitsrelevante Daten an sehr vielen Stellen: auf Servern, Clients, Firewalls, Switches, in E-Mail-Systemen, Cloud-Diensten, Fachanwendungen und Remote-Arbeitsplätzen. Jede dieser Komponenten erzeugt eigene Protokolle und Ereignisse – verteilt auf unterschiedliche Oberflächen, Formate und Systeme.

Ohne SIEM ist es praktisch unmöglich, all diese Quellen dauerhaft im Blick zu behalten. Niemand loggt sich täglich auf jedem einzelnen System ein, durchsucht Logdateien von Hand und korreliert Ereignisse im Kopf. Genau hier setzt ein SIEM-System an: Es sammelt Ereignisse zentral, bringt sie in ein einheitliches Format und erkennt Zusammenhänge, die aus einzelnen Meldungen gar nicht ersichtlich wären.

Ein gut eingerichtetes SIEM-System bietet unter anderem:

  • Zentrale Sicht: Alle relevanten Sicherheitsereignisse laufen an einer Stelle zusammen – statt sich über dutzende Systeme und Oberflächen zu verteilen.
  • Korrelation von Ereignissen: Mehrere fehlgeschlagene Anmeldungen, ein neues VPN-Login und ein ungewöhnlicher Datenabfluss werden als zusammenhängender Vorfall erkannt – nicht als drei zufällige Einzelmeldungen.
  • Priorisierte Alarmierung: Statt einer Flut an technischen Log-Einträgen erhält das Unternehmen gezielt Alarme zu wirklich kritischen Vorfällen, abgestimmt auf das eigene Risiko.
  • Nachvollziehbarkeit & Forensik: Ereignisse werden strukturiert gespeichert, sodass Vorfälle im Nachhinein sauber analysiert und gegenüber Management oder Prüfern belegt werden können.
  • Unterstützung bei Compliance: Viele Vorgaben (z. B. ISO 27001, Branche-Standards oder Kundenanforderungen) verlangen eine nachvollziehbare Protokollierung und Überwachung – ein SIEM liefert hier einen zentralen Baustein.

Warum viele KMU noch kein SIEM haben – und wo ich ansetze

Gerade in KMU fehlt oft die Zeit und das Personal, um Logs und Sicherheitsmeldungen manuell auszuwerten. Gleichzeitig waren klassische SIEM-Lösungen lange Zeit zu teuer, zu komplex und zu sehr auf Großkonzerne zugeschnitten. Das Ergebnis: Viele Unternehmen verlassen sich auf einzelne Insellösungen oder hoffen, dass schon „nichts passieren wird“.

Auf Basis meines Bachelorprojekts habe ich eine schlanke, praxisorientierte SIEM-Architektur für KMU entwickelt. Im Fokus stehen wenige, aber dafür sehr gut ausgewählte Datenquellen (z. B. Active Directory, Firewall, E-Mail-Sicherheit, Endpoint-Schutz, zentrale Anwendungen) und klar definierte Use-Cases, die echten Mehrwert bringen.

So entsteht ein SIEM-System, das:

  • zur Größe und Struktur des Unternehmens passt,
  • verständlich bleibt – auch ohne eigenes SOC-Team,
  • die wichtigsten Risiken zuverlässig abdeckt und
  • einen spürbaren Sicherheitsgewinn bei vertretbarem Aufwand liefert.

Kurz gesagt: Das SIEM übernimmt die zentrale Überwachung all Ihrer Systeme – damit Ihr Team sich auf Entscheidungen und Maßnahmen konzentrieren kann, statt in Logdateien zu suchen.